Früh Morgens fahren wir mit einem gemieteten Moped nach Tam Coc zum touristischen Highlight: Tropfstein-Höhlen in den riesigen Felsblöcken. Diese sind super bekannt, mit unnatürlicher Disko-Beleuchtung geschmückt und werden mit Booten besichtigt.

Wir wollen vor den Bussen da sein, denn sonst sind mehr Touristen als Höhle zu sehen. Als wir um 7.30 Uhr in Tam Coc ankommen sind lediglich die Bootsfahrer da. Schnurstracks fahren wir an den Ruderern vorbei, sie schauen uns etwas verwirrt hinterher. “Jetzt schon Touris unterwegs?”, denken die sich bestimmt.. Ein Stück weiter am Ende der Straße, parken wir am Berg auf dem der Bich Dong Tempel sein soll.

Dort schauen wir uns den in Felsen verborgenen und edyllisch gelegenen Tempel an. Natürlich rennt gleich eine vietnamesische Mutti mit, um uns zu beraten. – Wie das in Vietnam so halt üblich ist :)

Ein Tempel mit Altar und Statue in den Felsen versteckt. Einzigartig in Vietnam.

Sie zeigt uns dann doch ein paar coole Sachen, die wir sonst nicht entdeckt hätten und wir geben ihr ein bisschen Geld für die kurze Führung.

Unten angekommen wollen wir gerade zu den Tam Coc Caves zurück fahren, da steht die nächste Mutti da: Sie heißt “Aan” und möchte mit uns andere Höhlen besichtigen. Sollen wir wirklich eine alternative wagen?

Nach starken Preisverhandlungen gehen wir mit. Jetzt fahren wir ganze 140.000,- Dong günstiger! (siehe Preise im Insider-Tipp dazu). Und die Tour lohnt sich, stellen wir gleich fest.

Wir laufen an einen kleinen Platz, an dem ein paar alte Boote festgemacht sind und steigen in das wackeligste ein. Aan drückt uns die Taschenlampe in die Hand. In der Höhle ist es wirklich stockdunkel und die Fledermäuse schwirren über uns hinweg. – Ein lustiges Gefühl. Gina findet’s gruselig.

Die bereits 42 Jahre lebende Vietnamesin zeigt uns mit der Lampe oft die Stellen, an denen es glitzernde Tropfsteine zu sehen gibt.

Tropfsteine, Fledermäuse, Wasser, dunkel und ein bisschen unheimlich ist's bei den Tam Coc Höhlen in Ninh Binh in Vietnam.

Meistens sind diese weiß manchmal sogar bläulich und lila. Nach 10 Minuten Fahrt kommen wir ans Tageslicht. “War doch gar nicht so gruselig, oder?” schaue ich zur Gina. “Trotzdem unheimlich im Dunkeln..”, murmelt sie zurück.

Nach einem kurzem Bogen mit dem Boot fahren wir den gleichen Weg zurück. Gina kriegt jetzt die Lampe, dann fühlt sie sich sicherer :D

Am Boot-Parkplatz zurück, laufen wir durch ein paar Reisfelder zum nächsten Felsen mit Höhle.  Es beginnt zu regnen und Aan bastelt für uns Hüte aus großen Lotusblättern. Das Wasser perlt auf denen wirklich ab, erstaunlich!

Diese zweite Grotte begehen wir nun zu Fuß. Puhh, ganz schön eng. Neben einer Verpackung von Süßigkeiten entdecken wir hier ebenfalls recht schicke und einzigartig aussehende Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagnaten.. Naja, für uns wissenschaftliche Wildsauen sind das eh alles Tropfsteine.

Auf dem Rückweg bringt uns Aan noch ein bisschen Vietnamesisch bei. Gans heißt zum Beispiel GA, wenn ich mich richtig erinnere.

Ein Cooler Ausflug der sich gelohnt hat!

Als wir erneut an den Tam Coc Caves vorbei fahren, schauen die Bootfahrer gleich verdutzt, wie zwei Stunden zuvor. Die ersten Reisegruppen-Busse stehen schon da..

Der Tag ist noch frisch, deshalb fahren wir gleich weiter zu den Mua Caves. (Wegbeschreibung im Insider-Tipp) Das besondere an diesen ist ein riesiger Drache auf einem Berg, der schöne Ausblick und eine kleine Parkanlage.

Puhh, ganz schön viele Stufen.. der Aufstieg hat sich jedoch gelohnt und wir grinsen uns an als wir unten viele “Touris” sehen. Sie fahren jetzt wohl mit ihren Booten in die Disko-Höhlen hinein..

 

 

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